Strecke

wöchentliches update wo wir unterwegs waren

Route Panama
Route Panama

Transportmittel nach Panama

Weekly 36  27.05.-02.06.24

Route nach Panama
Wandern mit Hund Rucksack
Wandern
Mirafloresschleuse
Panama Kanal
Skyline Panama City
Skyline Panama City

Weekly 36 27.05.-02.06.24

Ich habe es geschafft. Das Darien Gap liegt erfolgreich hinter mir. Zudem war die Woche ziemlich  turbulent und aufregend, aber auch unfassbar schön. Die Ausreise aus Kolumbien war weitaus schwieriger als die Einreise nach Panama. Hotelkosten für Sally sind unverhältnismäßig teuer. Das allerwichtigste aber:  Carlotta nehme ich wohlbehalten aus dem Zoll in Colón in Empfang. Was für eine Erleichterung. Besuch Hauptstadt Panama City und Panama Kanal, beides beeindruckt mich sehr.  Dann wurden 2 meiner Kreditkarten missbraucht – in Kolumbien zu einem Zeitpunkt als ich schon in Panama bin.  Bevor ich richtig losfahre, fülle ich die Gasflasche wieder auf, Wassertanken, Reifendruck und Großeinkauf. Dann endlich geht es auf die Strassen von Panama. Seit langem habe ich mich nicht mehr so wohl gefühlt in einem Land. Und die Landschaft ist traumhaft schön. 

315 km

Sonne, Wolken und Gewitter

24°-32°C

Darien-Gap überwinden

Für jeden der die Panamerikana fährt ist das ein Abenteuer und eine große Aufgabe. Carlotta wird von Cartagena nach Panama verschifft. Insgesamt ist Carlotta 10 Tage in den verschiedenen Häfen oder auf dem Wasser des Atlantiks unterwegs und wartet auf die Zollabfertigungen. In Colón auf der Atlantikseite geht sie wieder an Land. 

Sally und ich fliegen. 3 h vor Abflug sind wir am Flughafen. Mit Hund dauert es doppelt lange, weil erst in Panama angefragt wird, ob alles ok ist und der Hund dort einreisen darf. Ärgerlicherweise verlangt Panama ein Ausreiseticket für mich und der Check-in in Kolumbien besteht darauf, dass ich ein Ticket habe. Das Dummyticket funktioniert nicht, weil es natürlich nicht bezahlt ist, also muss ich ein echtes Ticket für 120 € kaufen.

Weil das alles sehr viel Zeit in Anspruch nimmt, sind wir gerade noch rechtzeitig am Gate zum Boarden. Und das alles morgens zwischen 4 und 7 Uhr. 

Die Einreise nach Panama mit Sally, war letztendlich sehr viel einfacher als ich befürchtete. Sowohl die Tierärztin als auch die Behörde sind sehr nett. Die obligatorische 40-tägige häusliche Quarantäne sieht vor, dass der Hund kein Kontakt zu anderen Tieren haben soll…. Panama kassiert dafür 155 US$. Aber wir dürfen Gassi gehen und auch mit ins Wohnmobil darf sie natürlich. Wir sind in keiner Weise eingeschränkt, nur um einige Dollar leichter. Insgesamt hat Sallys‘ Einreise, Flug und Hotel  581 € gekostet.  

Hotelaufenthalt im Rainforest Golf Resort

Mitten im Grünen herrlich gelegen genießen wir den Pool den Golfplatz zum Spazieren gehen. Für Sally Handel ich den Preis herunter, statt 58 €/N nur noch 44 €/N. Da bin ich mit meinen  61 €/ÜF total der Schnapper. 

Panama City: Casco antiguo und Skyline

Die schicke Altstadt liegt auf einer kleinen Halbinsel, restauriert und  touristisch voll erschlossen. Viel Polizeipräsenz. Schmale geschmückte Gassen, Häuser im Kolonialstil aber auch Artdeko, Kirchen, Plaza und viele Menschen die sehr gut englisch sprechen. Es ist sehr sauber und gepflegt. Der Touristenmagnet wird nur durch 2 Straßenblöcke von den ärmlichen, morbiden Häusern und deren Bewohnern getrennt. Die Promenade am Meer, Cinta Costera, führt vorbei am großen Fischmarkt mit etlichen Restaurants immer mit Blick auf die Skyline. Einfach wunderschön. Eine große Synagoge, die sehr gut bewacht wird, kleinere Kirchen aber auch eine Moschee begegnen mir auf dem Weg durch die Stadt. 

Um eine neue SIM Karte zu kaufen, werde ich immer an „Tienda Chino“ verwiesen. Einkaufsmärkte, die von den eingewanderten Chinesen betrieben werden.

USA baut zwischen 1904-1913 den Panama Kanal

Baubeginn war jedoch schon 1881/1894 durch diverse Aktiengesellschaften. Die Kanalzone steht bis 1977 unter US-Protektorat. Danach wird er gemeinschaftlich geführt, bis er 1999 endgültig an Panama übergeben wird. Der 80 km Landweg und 26 m Höhendifferenz im Landesinneren müssen überwunden werden. 3 Schleusen werden auf der Strecke benutzt. Durch den Bau eines Staudamms konnten einige Höhenmeter ausgeglichen werden. Mittlerweile ist die 2. Generation Schleusen in Betrieb, um den immer größer werdenden Schiffen gerecht zu werden. 

Die Miraflores Schleuse mit einer großen überdachten Zuschauertribüne dient als Aussichtsterrasse, um beim Schleusen zuschauen zu können. Nur mit Lotsen an Bord, die das Kommando geben und  von 4 Loks geführt, wird das riesige Schiff geschleust. Nach ca 45 Minuten ist es bis zum Pazifik nicht mehr weit.

Kreditkartenmissbrauch in Kolumbien

Keine Ahnung wie es dazu gekommen ist. Ich bin noch im Besitz der Karten, nicht gestohlen, nicht verloren. Nur an einem Ort habe ich beide Karten benutzt. Insgesamt wurden 14 Abbuchungen von 2 Konten getätigt. Schaden Revolutbank 709 € und Comdirect 540 €.

Ein deutlicher Unterschied zwischen den Banken hinsichtlich Support, Umsatzreklamationen….Revolut ist absolut Spitze was das angeht. Ganz im Gegensatz zur Comdirect, diese scheinen noch nicht im digitalen Zeitalter angekommen zu sein. Ein Großteil des Geldes habe ich schon erstattet bekommen, der Rest kommt hoffentlich auch wieder zurück.

El Valle den Antón und Olá

Die Fahrt auf den Straßen von Panama sind sehr viel entspannter. Die Autofahrer sind umsichtiger mit ihren Autos, die Straßen sind gut ausgebaut und es gibt keine Mopeds ….nirgends, bisher nur sehr wenige Motorräder. Dafür gibt es Bushaltestellen auch im ländlichen Bereich. Einige fahren Fahrrad, oder gehen zu Fuß. Also ganz anders als die letzten südamerikanischen Länder. Große Vorgärten, gepflegte Häuser, sehr viel weniger Müll. Ein Hauch von Amerika. 

Eine herrliche Landschaft viel grün, bewaldete Berge, hügelig, kleine Kegel und lange Bergkämme. Wanderungen zu Gipfeln oder Wasserfällen und Gumpen, die zum Baden einladen. 

Panama - Costa Rica

Weekly 37  03.06-08.06.24

Costa Rica/ Boquete
Wasserfall Boquete
Hebebühne Panama
Panama Kanal
Motmot
Motmot

Weekly 37 03.06.-08.06.24

Etwas mehr Ruhe ist eingekehrt. Neue Kreditkarte ist bestellt und wird nach Costa Rica geschickt. Carlotta bekommt neue Reifen und Bremsen, das muss organisiert und bestellt werden. Die Wartezeit überbrücke ich mit Fahrten nach Boquete, was nur 40 km entfernt von David ist. Der Ort am Fuße des Vulkan Barú auf 1000 m ist grün, voller Kaffeeplantagen und bunter Blumen. Ville fleurie *** wie in Frankreich. Und für Sally mal wieder ein Gesundheitszeugnis zur Weiterreise nach Costa Rica. Aber die Einreise gestaltet sich äußerst kompliziert, korrupt und suspekt. Ihr könnt mich mal.… hat mich 4 h gekostet plus die Mehrkosten. Aber trotz der langwierigen Einreise gefällt mir Costa Rica bisher gut.

806 km

Sonne, Wolken, Gewitter

19°C-32°C 

Werkstattbesuche mit Carlotta

Beim Reifenwechsel wird festgestellt , dass die Bremsbelege abgefahren sind. Also lasse ich diese auch noch austauschen. Bestellt im fast 500 km entfernten Panama City sind sie einen Tag später in David und können ausgetauscht werden.

Boquete in Provinz Chiriqui

Der Ort lässt sich gut zu Fuß erkunden. Morgens ist es sonniger, um die Mittagszeit fängt es meist stark an zu regnen. Auch hier haben sich viele Amerikaner niedergelassen. Beeindruckt bin ich vom Parque de biblioteca. Am Fluss entlang, Koiteiche, Bänke zum Verweilen und Rasenflächen, die gerne von der Jugend benutzt werden. Etwas weiter im Tal sind Basaltsäulen, die eine besondere Struktur und Ausrichtung haben. Um zu den 3 versteckten Wasserfällen zu gelangen, geht es weiter in den Nebelwald. Der Weg ist steil und rutschig aber gut gesichert. Die Gischt und der einsetzende Regen lassen die Fotos sehr verschwommen aussehen.

Birding Paradise

Kurz vor der Grenze noch einen Abstecher, um Vögel zu beobachten. Seit 8 Jahren füttert hier José die Vögel auf seinem Anwesen.