Strecke

wöchentliches update wo wir unterwegs waren

Inhaltsverzeichnis:

weekly 42 : Hochland mit Vulkanen

weekly 43: Kratersee, Indigene Dörfer, Mayaruine im Dschungel

Route Guatemala

Vulkanlandschaft

Weekly 42 / 01.07.-07.07.24

Route Guatemala West
Antigua San Augustin
Antigua
Vulkan Fuego
Fuego
Fuego

Weekly 42 /01.07.-07.07.24

Einreise nach Guatemala: wäre kein Feiertag und ich hätte mir den Ärger des Geldwechsels an der Grenze ersparen können, wäre es richtig entspannt gewesen. So musste ich meinen Ärger laut los werden. Die Behörden wirken sehr viel geordneter und übersichtlicher. 

Mein absolutes Highlight und ein Traum von mir. Wanderung zum aktiven Vulkan Fuego mit Übernachtung auf 3600 m. erfüllt sich. Danach in die wunderschöne Stadt Antigua, von 1543 bis 1773 Hauptstadt des Landes. Ein starkes Erdbeben zerstörte die Stadt völlig. Durch die vielen Erdbeben sind kaum erhaltene Kolonialgebäude vorhanden. Aber die Ruinen haben ihren besonderen Charme. 

505 Km

Wolken, Sonne, Gewitter

15°-26°C

Magische Momente am Vulkan Acatenango und Fuego

Die Wanderung geht über 2 Tage. Es geht von 2400 m auf 3600 m ins Basislager. Nach ca 5 h sind wir oben. Was tagsüber als Asche wölke zu sehen ist, ist bei Nacht die glühende Lava. Nachts um 2:30 geht es mit Stirnlampen den steilen Weg hinab ins Tal, um auf der anderen Seite den Berg wieder hoch zu klettern. Die Eruptionen mit der glühenden Lava aus dieser Nähe zu erleben, ist einfach nur unglaublich. Es ist laut und es knistert, wenn die Lava den Berg herabfällt. Die Mühe, die Kamera samt Stativ hochzuschleppen, hat sich definitiv gelohnt. Den Sonnenaufgang warten wir noch ab, dann geht es wieder zurück. Insgesamt war es wirklich anstrengend die vielen Höhenmeter. Müde und erschöpft kommen wir im Tal an.  Heftiger Muskelkater folgt am nächsten Tag. Wir sind uns alle einig. Wir würden es wieder machen, aber erst nach einer Pause.

Koloniale Prachtbauten in Antigua Stadt

Es wurde leider viel durch die Erdbeben zerstört. Das historische Zentrum der Stadt ist gut zu erlaufen. Das Kopfsteinpflaster, die hohen Bordsteine verlangen volle Aufmerksamkeit. Die bunten Häuser haben schöne Holztüren und Fenstergitter. Die Kirchenruinen mit den beschädigten Statuen in den Nischen sind abends wunderschön beleuchtet. Es wimmelt von Touristen und fliegenden Händlern in den Straßen und auf den Plazas. Etliche Sprachschulen, gute Restaurants, Geschäfte, Spas und Kunsthandwerker Märkte verteilen sich in der Stadt. Eine Prozession am Samstag ist überraschend, ebenso die Knallerei dazu. Sally ist nicht zu halten und ich flüchte mit ihr in vermeintlich stillere Ecken. Sie findet das überhaupt nicht gut. Somit sind wir abends früher wieder zu Hause

Weekly 43/ 08.07.-15.07.24

San Juan
Friedhof Chichicastenango
Friedhof
Tikal
Tikal

Weekly 43/ 08.07.-15.07.24

Guatemala ist sowohl landschaftlich als auch von der Bevölkerung sehr reizvoll. Aufgeschlossen, freundliche Begegnungen. Ein Winken, ein Lächeln…es macht Spaß hier zu reisen. Im Regen und Nebel geht es durch Kaffeeplantagen, Zuckerrohr und Mais an den Lake Atitlán, ein Kratersee auf 1500 m Höhe, eingebettet in Berge und Vulkane. In die Berge nach Chichicastenango auf 2000 m umgeben von Schluchten, gesäumt von Pinien und Eichen. Der Ort ist berühmt für seinen indigenen Markt und den bunten Friedhof. Zurück nach Antigua, dort wieder mal ein weiteres Gesundheitszeugnis vom Tierarzt für Sally einholen. Ein langer Weg bis nach Tikal über den Rio Dulce. 

777 Km

Sonne, Starkregen und Gewitter

24°-30°C

Lake Atitlán, San Pedro, San Juan, San Marco

Um die umliegenden Orte des Sees zu erkunden, fahren kleine Lanchas / Boote. Eintauchen in die Welt der Einwohner. Herrlich. Die Straßen der kleinen Orte sind gemacht für Mopeds und TukTuks. Wir haben große Mühe, um die schmalen Ecken zu manövrieren. Immer wieder bin ich dankbar für meine 360° Kamera und auch hier schaffen wir es unbeschadet. Die Trachten der indigenen Bevölkerung sind oft typisch für einen bestimmten Ort. Bunte Straßen, Häuser und Wandmalereien sind überall zu sehen. Die Frauen stehen im hüfthohen Wasser und waschen im See die Wäsche, völlig normal.

Friedhof und Markt in Chichicastenango

Der erste Besuch im Ort ist ganz nett, aber nicht überwältigend. Da ich krankheitsbedingt einen Tag länger bleibe, habe ich das Glück, den größten indigenen Markt in Zentralamerika zu besuchen. Was am Vortag noch recht spärlich war, ist Donnerstag und Sonntag gigantisch groß. Es gibt alles. Hühner in allen Altersklassen, Schweine, Katzen, Hunde, Hasen. Obst und Gemüse, Werkzeug, Kleidung, Garküchen….Ein richtig tolles Erlebnis. Der Friedhof heute bei Sonnenschein ist auch schöner. Noch heute werden von den Maya-Schamanen Zeremonien auf dem Friedhof abgehalten, denn 95% der Bevölkerung gehören dem indigenen Maya-Volks der Quiché an. Sprache ist ebenfalls Quiché. Nach der Zerstörung des alten Maya Tempels, durch die Spanier,  errichteten diese auf dem Sockel die Kirche San Tomás. Auf den Stufen ist heute der Blumenmarkt. 

Rio Dulce

Ein breiter Fluß der danach als ins karibische Meer fließt. Ein buntes Treiben am Sonntagmorgen.

Faszination Tikal

Das Weltkulturerbe liegt versteckt im Dschungel, nur manche Tempelspitzen schauen aus den Baumkronen heraus. Die Mayas siedelten hier zwischen 800 vChr bis 900 nChr. Stufentempel, Tempel, Acropolis, Mundo Perdido…. Und noch etliche mehr liegen auf einem großen Areal versteckt im Urwald. Einige Kilometer sind zu laufen, um auch nur annähernd alle zu entdecken. Früh morgens wenn der Urwald erwacht, der Nebel um die Tempel aufsteigt, ist es geradezu mystisch. Ich bin fasziniert und beeindruckt. Faszinierend. Neben den Tempeln leben hier ungestört u.a. Brüllaffen, Klammeraffen, Nasenbären und Tukane  im Nationalpark, die wir hören oder sehen.